Juli 13

Was haben Mundspüllösungen, Monitoring und freie Fettsäure sowie SARS-CoV2 gemeinsam?

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Die Antwort auf diese Frage ist gleichermaßen trivial wie spannend: Diese Aspekte waren unter anderem Inhalt unserer letzten online Veranstaltung zu COVID-19.

Herr Prof. Eike Steinmann (Ruhr Universität Bochum) gab dabei einen kurzweiligen und überaus spannenden Einblick in aktuelle Forschungsaktivitäten rund um SARS-CoV-2. So zeigte er nicht nur Daten zu Mundspüllösungen mit verschiedenen Formulierungsgrundlagen und deren unterschiedlichen Einfluss auf diese Viren, sondern gab er auch einen kurzen Überblick über die antiviralen Eigenschaften von Muttermilch, die sich u.a. auf freie Fettsäuren zurückführen lassen.

Nicht weniger spannend waren die praxisnahen Schilderungen von Prof. Jörg Steinmann (Klinikum Nürnberg) zum Aufbau der Diagnostik und dem Hinweis, dass eine fachgerechte Probennahme auf SARS-CoV-2 aufgrund der Abstrichtiefe für den Patienten zwar unangenehm, aber absolut unabdingbar für die Infektionsprävention ist. Die wohlgemeinte Intention eines weniger tiefen Abstriches, vergleichbar mit Beprobungen auf MRSA, birgt nämlich das Risiko eines falsch negativen Ergebnisses und sollte daher tunlichst vermieden werden.

Gerade in Zeiten von Corona und teilweise überaus knappen Ressourcen spielt ein schonender und möglichst effektiver Einsatz der jeweiligen Mittel eine entscheidende Rolle. Dieser Thematik mit dem Schwerpunkt auf die Händedesinfektion bzw. Händedesinfektionsmittel nahm sich Herr Gebhardt (GWA Hygiene GmbH) an und empfahl eine Priorisierung bei der Bestückung der Spender entsprechend deren Nutzung. Häufig frequentierte Spender sollten demnach bevorzugt bestückt werden. Ermöglicht wird ein solch datenbasierter Ansatz durch ein Monitoring der Spendernutzung, die nicht nur Aufschluss über die Händehygiene-Compliance gibt, sondern eben auch eine Optimierung der räumlichen Positionierung und eine priorisierte Bestückung der Spender ermöglicht.

Abgerundet wurden die Vorträge der zweiten Veranstaltung der online Wissensreihe durch einen Vortrag von Dr. Lenz (Dr. Weigert GmbH & Co. KG) zu Wirkspektren bei der Instrumentenaufbereitung und dem Fazit, dass im Falle von Coronaviren eine begrenzt viruzide Aufbereitung ausreichend ist.

An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an die Referenten für die gelungenen und spannenden Vorträge! Wir freuen uns schon auf weiteren interessanten Input und zahlreiche Teilnehmer für die nächste Veranstaltung.

Sollten Sie jetzt neugierig geworden sein und/oder unsere letzte Veranstaltung verpasst haben, können Sie sich hier einen Teil der Vorträge als Aufzeichnung anschauen.

Wir freuen uns natürlich auch über Anregungen, Kommentare und Feedback zu den Webinaren.


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